Das Berufsbild
der Podologie
& medizinischen Fußpflege
Der
Podologe/die Pododogin übt einen medizinischen Fachberuf aus.
Die Ausbildung an einer staatl.
anerkannten
Ganztagsschule dauert 2 Jahre und schließt mit einer
staatlichen Prüfung
ab.
Seit
Inkrafttreten des Gesetzes
über den Beruf der Podologen vom 04.12.2001 (BGBI. IS.
3320) sind die
Berufsbezeichnungen "Podologe/Podologin" bundesweit
gesetzlich geschützt. Offiziell ist der Beruf der Podologen
damit als
Medizinal-Fachberuf anerkannt.
Im Unterschied zur einfachen med. Fußpflege (deren Ausbildung
teilweise nur aus 6-9 Wochenkursen bestehen) steht
beim Podologen nicht
nur die Kosmetik, sondern die Erhaltung der
Fußgesundheit im Vordergrund.
Krankenkassen
erteilen
ausschließlich Podologen und Podologinnen die
Kassenzulassung um
z.B. Behandlungen an
Patienten mit diabetischem Fußsyndrom
durchführen und abrechnen zu können. Hierfür
ist eine
Verordnung des
Hausarztes nötig - siehe Krankenkassen .
Die
Maßnahmen eines Podologen ergeben sich aus den Gebieten der
Diabetologie, Dermatologie, Orthopädie und
Chirurgie.
Sie umfassen
kurative und präventive therapeutische Maßnahmen
rund um den Fuß.
Der Podologe führt
unter Beachtung der hygienischen Erfordernisse
selbstständig fußpflegerische
Behandlungsmaßnahmen durch
und erkennt
eigenständig pathologische Veränderungen , die medizinische Behandlung
erfordern. Er ist
Bindeglied
zwischen Patient, Arzt, Orthopädieschuhtechniker und
Physiotherapeut. Ziel
der podologischen
Behandlung ist die Erhaltung,
Verbesserung und Wiederherstellung der
normalen Funktion von Haut und Nägeln an den
Füßen. Dadurch können
schwerwiegende Folgeschäden, wie z.B. Amputationen bei
Risikopatienten,
vermieden werden.
Das Tätigkeitsfeld umfasst
insbesondere folgende
Behandlungsmethoden:
Anamnese:
Sicht- und Tastbefunde, Problemursachen klären, Aufnahme der
kunden- / patientenspezifischen Daten
Nagelbehandlungen:
fachgerechtes Schneiden der Nägel, Behandlungen von Unguis
incarnatus (eingewachsene Nägel), Nagelmykosen
(Nagelpilze)
oder Onychauxis
(verdickte Nägel)
Hyperkeratosenbehandlungen:
Abtragen von übermäßiger Hornhaut oder Schwielen
Orthonyxie
Spezielle
Spangentechnik bei eingewachsenen Nägeln z.B.
3TO-Spangen
Orthesentechnik
Anbringen von Entlastungs- und Schutzverbänden
Zehenkorrektur und
Druckschutzentlastung aus Silikon
Nagelprothetik
künstliche Nachbildung von Nägeln
Fuß- und
Unterschenkelmassage als therapeutische
Maßnahme oder zur Steigerung des
Wohlbefindens, wie Fußreflexzonenmasage
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